Modedesign, B.A.

Studienform: Vollzeit
Regelstudienzeit: 6 Semester
ECTS-Punkte: 180 ECTS
zu verleihender Hochschulgrad: Bachelor of Arts (B.A.)
Aufnahme: 30 Studierende pro Standort
Studienstart: zum Wintersemester
Standorte: Leipzig, Schwerin

Modedesign ist heute eine grenzübergreifende Gestaltungsdisziplin und Mode eine Signal­geberin für kulturelle, gesellschaftliche, technologische, ökologische und ökonomische Trends. ModedesignerInnen greifen diese Signale auf, transformieren und reflektieren Sie über das textile Medium in verschiedene Konzeptideen. Das Studium fördert die Entwicklung einer eigenen gestalterischen Identität im Spannungsfeld zwischen konzeptioneller Bekleidungsgestaltung und disziplinübergreifenden Herausforderungen.

Qualifikationsziele des Studiengangs

Die Absolventen des Studiengangs Modedesign nutzen die synergetische Verbindung zwischen Mode und Design für ihr umfangreiches Tätigkeitsfeld in der Kreativbranche. Ihr geschultes wissenschaftlich-konzeptionelles Denken und die aktive Steuerung von Gestaltungsprozessen ermöglicht ihnen ein flexibles Agieren, die Entwicklung einer gestalterischen Identität sowie einer Positionierung am Markt.
Design greift als gestalterische Reaktion auf gesellschaftliche und technologische Entwicklungen in alle Lebensbereiche ein. Mode spiegelt diese Trends und erscheint heute in einer kaum überschaubaren Diversität. Das verändert auch die Rolle des Designers. Zum Aufbau eines kompetenten Umgangs mit dieser Unbestimmtheit und Komplexität verfügen unsere AbsolventInnen einerseits über entsprechende Methoden und andererseits sind sie für soziale, kulturelle und ökonomische Faktoren und nachhaltige Lösungsansätze sensibilisiert.

Das Studium befähigt zur eigenständigen Entwicklung von Bekleidungskonzepten hinsichtlich vielfältigster Anforderungsprofile. Die Bandbreite der Projekterfahrungen reicht von eher freiem Experimentieren über zukunftsfähige Konzepte bis zur Planung von Kollektionen, deren Vertriebs- und Produktionsorganisation und Markteinführung. Die AbsolventInnen können interpersonell sicher und überzeugend kommunizieren. Dies hilft ihnen einerseits bei der Arbeit in disziplinären und interdisziplinären Teams und andererseits beim Präsentieren von Ideen, Projekten, Produkten, Dienstleistungen, etc. vor Auftraggebern, Partnern und Auftragnehmern.

Das Studium unterstützt die zukünftigen Modedesigner beim Aufbau einer professionellen Haltung, da stetiger Anforderungswandel eine flexible, reflektierte und konstruktiv-kritische Auseinandersetzung fordert.


Aufbau des Studiums und Studieninhalte

1. und 2. Semester: Basissemester

Die Studierenden der Studiengänge Modedesign, Kommunikationsdesign und Gamedesign werden im 1. und 2. Basissemester, im Sinne des interdisziplinären Ansatzes, an die gleichen künstlerischen Grundlagen herangeführt und entwickeln entsprechend ihres Studiengangs grundlegende fachspezifische Kompetenzen.

3. Semester: Aufbausemester

Im 3. Semester vertiefen und erweitern die Studierenden ihre fachspezifischen Kompetenzen und setzen diese vernetzt in ersten umfänglicheren und ergebnisorientierten Gestaltungsprojekten ein.

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Die Vitruvius Hochschule verfolgt in ihren Studiengängen Modedesign, Kommunikationsdesign und Gamedesign einen interdisziplinären Ansatz. Deshalb werden in den ersten beiden Basissemester die Studierenden in Lehrveranstaltungen der Kultur-, Kunst-, Designgeschichte und der Designtheorie gemeinsam an die gleichen grundlegenden künstlerischen und fachspezifischen Kompetenzen herangeführt und lernen die typischen kreativen Iterations- und Arbeitsprozesse kennen sowie alle zur Ideenumsetzung benötigten technischen Fertigkeiten. Im dritten Semester werden die Kompetenzen vertieft, erweitert und in ersten Gestaltungsprojekten eingesetzt.

Wichtige Themen und Ziele der studiengangübergreifenden Lehrver­anstaltungen sind:

  • Design als kulturprägende Disziplin und Einordnung der eigenen Tätigkeit
  • Einführung in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
  • interdisziplinäre Zusammenhänge zwischen Design zu anderen Disziplinen
  • Training des kompositorischen Sehens und des Körper-Raum-Verständnisses


bekleidungsgestalterische Lehrveranstaltungen beschäftigen sich mit…

  • grundlegenden Methoden der Formfindung für Bekleidung
  • dem Prozess der Modell-/ Kollektionsentwicklung – von der Recherche, Analyse und Interpretation des Themas über die Konzeption und Visualisierung bis zur Realisierung und Präsentation
  • Diskussion und Reflexion der eigenen und fremder Design-Leistungen


Im Bereich der Schnittgestaltung lernen die Studierenden grundlegende manuelle und computergestützte Konstruktions- und Modellierungstechniken kennen und anwenden. Verarbeitungstechnisch beherrschen sie die handwerkliche Fertigkeiten für Bekleidungsteile und Fragmenten mittleren Komplexitätsgrades. Lehrveranstaltungen zu Textile Verfahren und Warenkunde runden den bekleidungstechnischen Bereich ab.

Weiterhin lernen die Studierenden analoge und digitale Entwurfs-, Visualisierungs- und Präsentationstechniken kennen, anzuwenden und gezielt einzusetzen.

4. Semester: Praxisorientiertes Semester

Im 4. Semester stehen die strukturierte Bearbeitung von komplexen, praxisorientierten Themenstellungen sowie das Erwerben von Managementwissen und -tools für einen erfolgreichen Berufsalltag im Vordergrund.

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Im vierten Semester steht die strukturierte Bearbeitung von komplexen, praxisorientierten Themenstellungen sowohl disziplinär als auch interdisziplinär im Mittelpunkt, ebenso wie das Erwerben von diversem Managementwissen und -tools für ein erfolgreiches Bestehen im Berufsalltag. Für eine strukturierte Aneignung der Kompetenzen zum interdisziplinären Arbeiten werden die Studierenden aller Designstudiengänge gemeinsam in zwei Modulen unterrichtet.

Diese zwei Module bieten:

  • einen Überblick über die wesentlichen Methoden des Projektmanagements bei der Unternehmensgründung und -planung.
  • Interdisziplinäres Agieren bei praxisbezogenen Aufgaben mit hohem Komplexitätsgrad und Entwicklung von Lösungsstrategien und zielorientierten Arbeitsprozessen.

Im ersten von insgesamt zwei Unternehmensprojekten lernen die Studierenden den gesamten Prozess der Entwicklung, Umsetzung und Präsentation im Spannungsfeld zwischen Design und den Anforderungen der Berufspraxis kennen.

5. Semester: Praxisorientiertes Semester mit Spezialisierung

Im 5. Semester werden die in den bisherigen Semestern erworbenen Kompetenzen in einem komplexen, praxisbezogenen Projekt synthetisiert. Zudem erfolgen eine Spezialisierung in dem jeweiligen Fachgebiet sowie die Vorbereitung der Bachelor-Thesis auf methodischem Gebiet.

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Im fünften Semester wird ein weiteres Mal durch Kooperation mit Unternehmen, Institutionen oder durch Simulation ein besonderer Praxisbezug hergestellt („Unternehmensprojekt 2“). Hier werden die in den bisherigen Semestern erworbenen Kompetenzen in einem komplexen Projekt synthetisiert und um den Aspekt der Markteinführung erweitert. Ein Schwerpunkt des Semesters bildet das flexible Modul „Zukunftsfähige Konzepte“. Es verbindet das abstrakte und vernetzte Denken und schafft neue Verknüpfungen. Hier werden aktuelle Entwicklungen der Textilbranche betrachtet und analysiert. So können die Studierenden eigene Rückschlüsse auf die zukünftigen Herausforderungen an Designer ziehen und haben die Möglichkeit, sich mit gesellschaftlichen Realitäten und Wandlungsprozessen im eigenen Berufsfeld auseinander zu setzen. Parallel erfolgt die Vorbereitung der Bachelor-Thesis auf methodischem Gebiet.

6. Semester: Die Bachelor-Thesis

Im 6. Semester erfolgt die theoretische und praktische Bearbeitung des Bachelorthemas und dessen Präsentation.


Beispielhafte Projekte & Abschlussarbeiten

Unsere Onlinegalerie zeigt Ihnen eine Auswahl von Arbeiten im Modedesign, die in der Vitruvius Hochschule entstanden sind. Wir bitten um Verständnis, wenn es gelegentlich zu längeren Ladezeiten kommt. Bei der Bildauflösung haben wir eine sinnvolle Mischung aus Optik und Nutzerfreundlichkeit angestrebt.

Mehr Projekte gibt es Opens internal link in current windowhier.


Nach dem Studium

Gute Modedesigner werden national und international in allen Sparten der Bekleidungs­branche gesucht. Wer sein Studium zunächst noch weiterführen möchte, den qualifiziert der Bachelor für einen anschließenden Masterstudiengang zur Vertiefung der Materie an Hochschulen im In- und Ausland.


Darüber hinaus eröffnet sich unseren Absolventen ein Weg als Entwickler einer eigenen Designlinie. Aber auch im Bereich des Kostümbilds für Film oder Theater oder in den Entwurfs- und Schnittateliers großer Modemarken bietet sich ein weites Tätigkeitsfeld.


Für eine Arbeit als Trendscout und im Forecasting gibt das Studium Modedesign ebenfalls die perfekte Grundlage. Hier erstellen Sie Analysen, Bestandsaufnahmen oder Trend­vorschauen genreübergreifend für die Bereiche Architektur, Interior Design, Film, Musik, Kunst. Sie antizipieren in verschiedenen soziokulturellen Milieus kommende Bewegungen in der Farb- und Formentwicklung, bei der Linienführung und in Material­neuheiten. Im Bereich des Modezeichners und Illustrators werden Talente von Zeitschriften, Verlagen, Labels und Agenturen nachgefragt, die zur illustrativen Aufbereitung von Trendthemen, für Moodbooks oder Storyboards mit digitalen oder analogen Mitteln Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.


Ihr Weg zum Studium

Kreativität, Leidenschaft, Hartnäckigkeit, Ausdauer und der Wille zur Gestaltung sollte Ihnen im Blut liegen. Ein Portfolio Ihrer künstlerischen Fähigkeiten stellen Sie in einer Mappe zusammen und präsentieren uns diese in einem Aufnahmegespräch. Vor Studienbeginn soll zudem ein Einstufungstest im Bereich der Verarbeitung zeigen, ob ausreichende Näh­kenntnisse vorhanden sind, oder ob diese in einem zusätzlichen Hochschulkurs noch erworben werden müssen. Detaillierte Informationen finden sie Opens internal link in current windowhier.


Studiengangleiterin Modedesign