Gamedesign, B.A.

Im Überblick

Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienform: Vollzeit
ECTS-Punkte: 180 ECTS
zu verleihender Hochschulgrad: Bachelor of Arts (B.A.)
Aufnahme: 30 Studierende pro Standort
Studienstart: zum Wintersemester
Standorte: Leipzig, Schwerin

Qualifikationsziele des Studiengangs:

Der Bachelorstudiengang Gamedesign vermittelt den Studierenden alle Prozesse der technischen Produktentwicklung von der Idee bis zur zielgruppenspezifischen Spiel­erfahrung. Sie können die Bedürfnisse des Spielemarktes analysieren und anhand der gesamten Entwicklungs- und Iterationsprozesse in konsequenten Arbeitsschritten in ein fertiges Produkt überführen. Das Studium beinhaltet die Befähigung zur Analyse motivatorischer Faktoren, die eigenständige Erarbeitung designorientierter Workflows – aber auch die künstlerische und ästhetische Gestaltung analoger und digitaler Spiele. Das Verständnis der grundlegenden Transformationsvorgänge von zweidimensionalen Entwurfs- und Entwicklungstechniken zu dreidimensionalen Modellen und Szenen wird ebenso geschult wie Animation, Konzeptentwicklung, Storytelling, Weltendesign, Engine-Technologie, Projektmanagement sowie visuelle und haptische Wahrnehmungskompetenzen. Darüber hinaus entwickeln die Studierenden im Verlauf des Studiums ein Verantwortungs­bewusstsein für das spielerische Erleben ihrer Zielgruppe und setzen dieses in den Kontext gesellschaftlicher und ethischer Relevanz. Sie werden sensibilisiert, auch interdisziplinär zu denken, Teamfähigkeit zu entwickeln und sich innerhalb der dynamischen Designwelt gewissenhaft und erfolgreich zu bewegen. Auf Probleme und Fragestellungen finden sie selbstständig individuelle Lösungen und sind in der Lage, dem stetigen Anforderungs­wandel in der Gamebranche mit einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung und Flexibilität zu begegnen. Das übergeordnete Ziel des Bachelorstudiengangs ist die perfekte Vorbereitung auf das Tätigkeitsfeld des Gamedesigners und der reibungslose Berufseinstieg.


Aufbau des Studiums und Studieninhalte

1. und 2. Semester: Basissemester

Die Studierenden der Studiengänge Modedesign, Kommunikationsdesign und Gamedesign werden im 1. und 2. Basissemester, im Sinne des interdisziplinären Ansatzes, an die gleichen künstlerischen Grundlagen herangeführt und entwickeln entsprechend ihres Studiengangs grundlegende fachspezifische Kompetenzen.

3. Semester: Aufbausemester

Im 3. Semester vertiefen und erweitern die Studierenden ihre Kompetenzen und setzen diese interdisziplinär in ersten Gestaltungsprojekten ein.

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Die Vitruvius Hochschule verfolgt in ihren Studiengängen Modedesign, Kommunikations­design und Gamedesign einen interdisziplinären Ansatz. Deshalb werden in den ersten beiden Basissemester die Studierenden in Lehrver­anstaltungen der Kultur-, Kunst-, Designgeschichte und der Designtheorie gemeinsam an die gleichen grundlegenden künstlerischen und fachspezifischen Kompetenzen herangeführt und lernen die typischen kreativen Iterations- und Arbeitsprozesse kennen sowie alle zur Ideenumsetzung benötigten technischen Fertigkeiten. Im dritten Semester werden die Kompetenzen vertieft, erweitert und interdisziplinär in ersten Gestaltungsprojekten eingesetzt.

Wichtige Themen und Ziele der studiengangübergreifenden Lehrveranstaltungen sind:

  • Design als kulturprägende Disziplin und Einordnung der eigenen Tätigkeit
  • Einführung in die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
  • interdisziplinäre Zusammenhänge zwischen Design zu anderen Disziplinen
  • Training des kompositorischen Sehens und des Körper-Raum-Verständnisses


Spielgestalterische Module beschäftigen sich mit…

  • theoretischen Grundlagen des Gamedesigns, wie beispielsweise Spielanalyse und Spielmechaniken
  • dem Erlernen grundlegender kreativer Iterations- und Arbeitsprozesse
  • dem Erstellen von Prototypen


Narrativgestalterische Module beschäftigen sich mit…

  • Grundlagen der Narration
  • Zusammenhängen von Story und Spiel
  • Charakter- und Weltendesign
  • immersionsgetriebene Konzeptentwicklung

4. Semester: Praxisorientiertes Semester

Im 4. Semester stehen die strukturierte Bearbeitung von komplexen, praxisorientierten Themenstellungen sowie das Erwerben von Managementwissen und -tools für einen erfolgreichen Berufsalltag im Vordergrund.

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Im vierten Semester steht die strukturierte Bearbeitung von komplexen, praxis­orientierten Themenstellungen sowohl disziplinär als auch interdisziplinär im Mittelpunkt, ebenso wie das Erwerben von diversem Managementwissen und -tools für ein erfolgreiches Bestehen im Berufsalltag. Für eine strukturierte Aneignung der Kompetenzen zum interdisziplinären Arbeiten werden die Studierenden aller Designstudiengänge gemeinsam in zwei Modulen unterrichtet.

Diese zwei Module bieten:

  • einen Überblick über die wesentlichen Methoden des Projektmanagements bei der Unternehmensgründung und -planung.
  • Interdisziplinäres Agieren bei praxisbezogenen Aufgaben mit hohem Komplexitätsgrad und Entwicklung von Lösungsstrategien und zielorientierten Arbeitsprozessen.

Im ersten von insgesamt zwei Unternehmensprojekten lernen die Studierenden den gesamten Prozess einer Spieleentwicklung, von der Idee bis zum Release des Spiels kennen.

5. Semester: Praxisorientiertes Semester mit Spezialisierung

Im 5. Semester werden die in den bisherigen Semestern erworbenen Kompetenzen in einem komplexen, praxisbezogenen Projekt synthetisiert. Zudem erfolgen die Spezialisierung in einem Fachgebiet sowie die Vorbereitung der Bachelor-Thesis.

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Im fünften Semester wird ein weiteres Mal durch Kooperation mit Unternehmen, Institutionen oder durch Simulation ein besonderer Praxisbezug hergestellt („Unternehmensprojekt 2“). Hier werden die in den bisherigen Semestern erworbenen Kompetenzen in einem komplexen Projekt synthetisiert und um den Aspekt der Markteinführung erweitert. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich „Serious Games“ und an der Herausarbeitung von Ethik im Kontext von Spielen. Dabei setzen sich die Studierenden mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander und versuchen mithilfe des digitalen Mediums auf diese aufmerksam zu machen. Parallel erfolgt die Vorbereitung der Bachelor-Thesis auf methodischem Gebiet.

6. Semester: Die Bachelor-Thesis

Im 6. Semester erfolgt die theoretische und praktische Bearbeitung des Bachelorthemas und dessen Präsentation.


Beispielhafte Projekte & Abschlussarbeiten

Die nachfolgenden Galerien sollen anhand einiger digitaler sowie analoger Arbeiten unserer Absolventen einen kleinen Einblick in den kreativen wie spannenden Studienalltag geben. Für Animationen und kleine Spiele ist gegebenenfalls der Download des Unity-Web-Players erforderlich.

Mehr Projekte gibt es Opens internal link in current windowhier


Nach dem Studium

Die Spielebranche hat sich in den letzten Jahren zu einem der weltweit größten Kreativ­bereiche entwickelt. Die Umsatzzahlen der Branche belegen den positiven Trend und haben längst die Musik- und Filmindustrie überflügelt. Kreative und gut qualifizierte Fachkräfte mit theoretischem wie praktischem Wissen sind heute wie zukünftig mehr als gefragt – die Zahl der Beschäftigten wächst und wächst. Das Studium an der Vitruvius Hochschule ist der ideale Startpunkt für eine große Karriere in der Welt der Spiele.


Ihr Weg zum Studium

Kreativität, Willensstärke, zielorientiertes Arbeiten sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit sind die Grundvoraussetzungen für ein Gamestudium.
In einem Aufnahmegespräch werden das Vorwissen in den Bereichen Computeranwendung und Spieleentwicklung sowie die Fähigkeit zum logischen und kreativen Denken geprüft. Darüber hinaus soll im Sinne einer „künstlerisch-kreativen Aufgabenstellung“ eine eigene Spielidee in Form eines Konzepts inklusive Zeichnungen, einer analogen Umsetzung (Würfel-, Karten-, oder Brettspiel) oder eines digitalen Prototypen vorgebracht werden.

Detaillierte Informationen finden sie Opens internal link in current windowhier.


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